Friedrich Ludwig Schröder Kinderstiftung
Vorstand, Stiftungsname, Gründung, Philosophie
So erreichen Sie unsere Kinderstiftung
Welckerstraße 8, 20354 Hamburg, Deutschland
E-Mail: Vorstand@FLS-Kinderstiftung.de
Telefon: 0171 – 68 19 570
Internet: www.fls-kinderstiftung.de
Unser Vorstand
Vorsitzender: Jens Ubben
Stellvertreter: Rudolf Fehres
Vorstandsmitglieder: Helmuth Hahn, Maximilian Meier, Michael Breenkötter, Jörn Hintmann
Die Arbeit unseres Vorstandes
Neben der direkten Kinder- und Familienbetreuung nimmt der Vorstand folgende Aufgaben wahr:
- Soziales Engagement und Förderung
- Öffentlichkeitsarbeit
- Spender- und Förderergewinnung
- Finanzen und Recht
Der Ursprung unserer Stiftung
Stiftungsname, Gründung, Philosophie
Die Gründung unserer Stiftung und wie sie ihren Stiftungsnamen bekam
Die Stiftung wurde am 19. Juni 1876 von den damaligen 5 Hamburger Freimaurerlogen ins Leben gerufen, ihr Name bei der Gründung war:
„Stiftung der Vereinigten fünf Hamburgischen Logen zur Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder“.
In der dunklen Zeit des Nationalsozialismus, als die Vereinigten fünf Hamburger Logen mitansehen mußten, daß ihr Logenhaus enteignet und 1937 abgerissen wurde, gelang es jedoch, die Kinderstiftung vor dem Zugriff der Machthaber zu bewahren:
Sie wurde 1936 in eine selbständige, rechtsfähige Stiftung umgewandelt und erhielt den Namen „Friedrich Ludwig Schröder Kinderstiftung“. Seitdem ist die Kinderstiftung selbständig und unabhängig. Mit ihrem Stiftungszweck ist sie eine der ältesten ihrer Art in Europa.
Wer war der Namensgeber Friedrich Ludwig Schröder?
Die Kinderstiftung wurde nach einem der bedeutendsten Künstler seiner Zeit benannt.
Friedrich Ludwig Schröder (1744 – 1816) war Schauspieler und Bühnendichter.
Er galt als größter deutschsprachiger Shakespeare-Darsteller seiner Zeit. Gut befreundet mit Lessing, trat er dessen Nachfolge als Direktor im Deutschen Theater in Hamburg an. Sein geistiges Schaffen führte zu regelmäßigen Kontakten mit Goethe, Schiller, Wieland, Herder und anderen geisteswissenschaftlichen Zeitgenossen.
Als künstlerisch kreativer Mensch und Freimaurer, mit einer zutiefst humanistischen Grundhaltung, war Friedrich Ludwig Schröder auch auf sozialem Gebiet engagiert. Sein Bemühen als Theaterleiter war es, den sozialen Status des Theaters und der Schauspieler zu heben. Zeit seines Lebens war er um die soziale Aufwertung und Absicherung seines Berufsstandes bemüht, verfaßte 1787 die „Theatergesetze“ und etablierte 1793 eine Pensionskasse für Schauspieler. Er gründete somit die erste Unterstützungskasse für diese Berufsgattung.
Impulsgebend trat er ebenfalls dafür ein, das erste Hamburger Krankenhaus für arme Dienstboten zu bauen, welches noch lange als Elisabeth Alten- und Pflegeheim am Kleinen Schäferkamp existierte und heute als reines Altenpflegeheim betrieben wird.
Zur Person:
Friedrich Ludwig Schröder, geboren am 03.11.1744 in Schwerin, gestorben am 03.09.1816 in Rellingen bei Hamburg, war Sohn des Organisten Johann Dietrich Schröder und der Schauspielerin Sophie Charlotte Biereichel. Durch ihren Beruf und die Wiederverheiratung der Mutter mit dem Schauspieler Konrad Ackermann wuchs Friedrich Ludwig Schröder in das Theaterwesen hinein. Nach kurzer kaufmännischer Lehre war er seit 1760 als Schauspieler in wechselnden Ensembles tätig.
Berufliche Stationen:
1771-1780 Direktor des Hamburger Theaters
1780-1785 Theaterdirektor in Wien
1785-1800 erneut Leiter des Theaters in Hamburg
Friedrich Ludwig Schröder war eine der wichtigsten Persönlichkeiten des deutschen Sprechtheaters seiner Zeit, vor allem auch für die Übernahme der Shakespeare-Dramen auf die deutschen Bühnen war er wegweisend.
Schröders Erfolg als Schauspieler und Theaterdirektor beruhte auf dem Bestreben, neue und natürliche Ausdrucksformen auf der Bühne durchzusetzen. Zudem stellte er neue Texte vor, die im Einklang mit einer neuen Natürlichkeit standen. So ist er neben Wieland noch heute in den Literaturgeschichten als einer der ersten Förderer Shakespeares in Deutschland zu finden. Zwar gab es in den frühen siebziger Jahren auf verschiedenen Bühnen Versuche mit Stücken von Shakespeare, doch erst Schröder schaffte 1776 mit seiner Hamlet-Aufführung, in der er selbst den Geist spielte, den Durchbruch. Dies bedeutete auch für ihn selbst den Anfang eines neuen Rollenfachs, des Tragischen, galt er doch bisher als Komiker. Nun brachte er in rascher Folge sieben weitere Shakespeare-Stücke heraus, die er jeweils für den damaligen Publikumsgeschmack stark bearbeitete.
Unsere Philosophie
Annähernd vor 150 Jahren wurde der Grundstein für die heutige Arbeit der Friedrich Ludwig Schröder Kinderstiftung gelegt:
Kinder in der Entwicklung ihrer charakterlichen, geistigen und kognitiven Fähigkeiten zu fördern. Hierbei wenden wir uns ausschließlich an Kinder aus bedürftigen, alleinerziehenden Familien.
Kindheitserfahrungen im schulischen und sozialen Umfeld sind das Fundament für ein kraftvolles, erfolgreiches und friedvolles Leben.
Kinder zu fördern ist wichtig. Die Unterstützung ihrer Entwicklung hilft ihnen ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Die Friedrich Ludwig Schröder Stiftung fördert individuelle und außerschulische Aktivitäten in den Bereichen Sport, Musik und Kultur.
Wir unterstützen Kinder, die vaterlos oder mutterlos aufwachsen, d.h. sie leben mit einem alleinerziehenden Elternteil zusammen. Durch die Zusammenarbeit mit dem alleinerziehenden Elternteil werden soziale Benachteiligungen, die auf die Kinder negativ einwirken, reduziert. Jedes Kind sollte sich, entsprechend seiner Interessen und Fähigkeiten, entwickeln können.
Die Kinderstiftung arbeitet im Großraum Hamburg. Unsere ehrenamtlichen Helfer halten zu den Kindern und ihren Müttern einen persönlichen Kontakt.
Unsere Unterstützung für Kinder bzw. Jugendliche kann im Alter von sechs Jahren beginnen und erstreckt sich bis zum Abschluss der Schulbildung. Maximal geht die Förderung bis zum vollendeten, 21. Lebensjahr.
